JÜL in Davensberg Die Kinder des 1. und 2. Jahrgangs besuchen gemeinsam eine Klasse. Das Lernen in dieser jahrgangsübergreifenden Lerngruppe schafft überaus viele Möglichkeiten, die unterschiedlichen Lernpotentiale (Interessen, Neigungen, Fähigkeiten) zur wechselseitigen Anregung und Unterstützung für Schülerinnen und Schüler insgesamt zu nutzen. Die Schulanfänger knüpfen nahtlos an die altersgemischten Gruppenerfahrungen aus dem Kindergarten an und erleben eine kurze, behütete Eingewöhnungszeit. Paten (Kinder der Klasse 2) unterstützen sie dabei. Ältere geben ihr Wissen an die Jüngeren weiter und erklären ihnen Lern- und Arbeitsformen. Dabei vertiefen und festigen sie ihre eigenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse. Jüngere erschließen sich bestimmte Lerntechniken oder Arbeitsprozesse und werden in die Lage versetzt, selbstgesteuert / selbstbestimmt zu lernen. Sie übernehmen so von Anfang an die Verantwortung für ihr Lernen.  Soziale Kompetenzen wie Toleranz, Rücksichtnahme oder Achtung voreinander werden in gemischten Klassen noch eher gefordert und geübt. Eine Festigung von Rollen (Klassenclown, Schwächste, Streber...) wird vermieden, denn der Letzte ist spätestens nach einem Jahr nicht mehr der Letzte!!! Eingeübte Regeln werden durch das Vorleben leichter übernommen und Kompetenzen wie Sprachverhalten, Teamfähigkeit oder Umgang mit Menschen gefördert. Dabei haben Kinder, denen das Lernen schwerer fällt, die Möglichkeit ihrem Lerntempo entsprechend zu lernen und drei Jahre in derselben Lerngruppe ohne Stigmatisierung zu bleiben. Diejenigen, die schneller lernen und schon im ersten Jahr die Ziele der Klasse 2 erreicht haben, wechseln bereits jetzt mit den ihnen vertrauten Kindern in die Klasse 3. Das Miteinander- und Voneinander-Lernen, das gegenseitige Helfen und die Partner- bzw. Gruppenarbeit zwischen Älteren und Jüngeren dienen der fachlichen und sozialen Bildung.